Medienmitteilung der GLP: KSBL-Standortentscheid

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Medienmitteilung der GLP: KSBL-Standortentscheid

Medienmitteilung der GLP: Forderung nach einen klaren Bekenntnis zur Ein-Standort-Strategie beim KSBL

 

Liestal, 19. Dezember 2025 – Der Regierungsrat hat heute kommuniziert, das Areal «Salina Raurica Ost» in Pratteln als Ein-Standort-Option für das Kantonsspital Baselland (KSBL) in die Schlussevaluation aufzunehmen und diese der bisherigen Zwei-Standort-Option (Bruderholz/Liestal) gegenüberzustellen. Die GLP BaselLandschaft nimmt diesen Schritt zur Kenntnis, hält jedoch fest: Entscheidend ist ein klares politisches Bekenntnis zur Konzentration der stationären Versorgung auf einen Standort.

 

Unser Gesundheitswesen steht unter Druck. Fachkräftemangel, steigende Anforderungen an Qualität und Sicherheit sowie hohe Investitions- und Betriebskosten lassen sich langfristig nicht mit zersplitterten Strukturen bewältigen. Eine Ein-StandortStrategie ist aus Sicht der GLP der konsequente Schritt, um stationäre Spitzenmedizin effizient, personell stabil und qualitativ verlässlich zu organisieren. Wer die stationäre Versorgung auf mehrere Standorte verteilt, schafft Doppelspurigkeiten, erhöht die Komplexität und bindet Ressourcen, die in der Versorgung fehlen.

 

Für die GLP ist klar: Eine Ein-Standort-Variante kann und soll entweder am bestehenden Standort Liestal oder – wie aktuell geprüft – in Pratteln realisiert werden. Entscheidend ist nicht der Ort an sich, sondern wo eine konzentrierte stationäre Versorgung langfristig gesundheitspolitisch sinnvoll, betrieblich tragfähig und für die Bevölkerung gut erreichbar umgesetzt werden kann.

 

Pratteln ist als Standort prüfenswert, weil eine Konzentration dort mit einer guten Erreichbarkeit kombiniert werden kann. Gleichzeitig bleibt Liestal als bestehender Spitalstandort mit vorhandenen Flächen und Infrastruktur für die GLP eine ernsthafte Option für eine Ein-Standort-Lösung. Unabhängig vom Standort gilt: Es ist kein Selbstläufer. Entscheidend ist, dass Erreichbarkeit und Notfallversorgung für die Bevölkerung im ganzen Kanton alltagstauglich sichergestellt werden – auch aus dem Oberbaselbiet und zu Randzeiten. Dazu gehören eine starke ÖV-Anbindung, ein belastbares Verkehrskonzept sowie klare und schnelle Notfallpfade.

 

Landrat Tim Hagmann betont: «Für uns ist die Grundsatzfrage zentral. Basel-Landschaft braucht eine Ein-Standort-Perspektive beim KSBL. Entscheidend ist, dass wir stationär konsequent konzentrieren – ob in Liestal oder Pratteln – und gleichzeitig den Zugang zur Versorgung für die Bevölkerung über regionale Gesundheitszentren spürbar verbessern.»

 

Die GLP verbindet die Ein-Standort-Strategie mit einem zweiten Pfeiler: wohnortsnahe ambulante Versorgung. Nur wenn im ganzen Kanton ein Netz von Gesundheitszentren und ambulanten Praxen aufgebaut wird, das auch abends und an Wochenenden funktioniert, entsteht ein Versorgungssystem, das gleichzeitig effizient und bürgernah ist.

 

Ambulante Angebote entlasten die Notfallstationen, führen Patientinnen und Patienten schneller zur richtigen Behandlung und erhöhen die Versorgungssicherheit.

 

Die GLP Basel-Landschaft erwartet vom Regierungsrat und vom Landrat eine Gesamtentscheidung aus einem Guss: ein klares Bekenntnis zur stationären Konzentration auf einen Standort, kombiniert mit verbindlichen Massnahmen für eine starke ambulante Versorgung und eine sehr gute Notfallversorgung im ganzen Kanton. Der heutige Status quo mit zwei stationären Standorten ist aus Sicht der GLP keine zukunftsfähige Lösung.