MEDIENMITTEILUNG DER GLP ZUM ENTSCHEID DES REGIERUNGSRATS ZUR STANDORTSTRATEGIE DES KSBL
Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hält am Status quo für das Kantonsspital Baselland (KSBL) fest. Für die Grünliberalen Basel-Landschaft (GLP BL) ist dies ein strategischer Fehlentscheid, der die Realität des Gesundheitswesens ignoriert und das Unvermögen beider Basler Regierungen offenbart, im Dossier Spitalplanung wirksam zusammenzuarbeiten.
Die Baselbieter Regierung lässt einmal mehr alles beim Alten und hofft gleichzeitig, dass sich etwas ändert. Trotz massiver struktureller Defizite und eines sich rasant wandelnden Gesundheitsmarktes klammert man sich an Spitalstrukturen aus den 60er-Jahren. Doch wenn wir den Status quo verwalten, dürfen wir uns nicht wundern, wenn die Kosten ungebremst weitersteigen und die Effizienz auf der Strecke bleibt.
Die Schweiz und insbesondere die Region Basel leiden an einer Überkapazität an stationärer statt wohnortnaher ambulanter Infrastruktur. Während die internationale Evidenz bezüglich Ambulantisierung klar ist, investieren die Regierungen beider Basel weiterhin in starre Strukturen. Dies führt dazu, dass auch in Zukunft in unmittelbarer Sichtweite zueinander eine Vielzahl an Akutspitälern betrieben wird.
Die Region Basel leistet sich eine Spitalpolitik, die an der Kantonsgrenze endet. Dass Akutspitäler in direkter Nachbarschaft zueinander betrieben werden, führt zu höheren Fallkosten und tieferer Behandlungsqualität aufgrund fehlender Fallzahlenkonzentration. Diese Ineffizienz geht direkt zu Lasten der Patientinnen, der Prämienzahlerinnen sowie der Steuerzahler.
Besonders kritisch bewertet die GLP BL die Belastung für die kommenden
Generationen. Mit dem Festhalten an ineffizienten Strukturen werden finanzielle Mittel in Beton gebunden, die für innovative Versorgungsmodelle sowie die Digitalisierung des Gesundheitswesens fehlen. Wir hinterlassen unseren Nachkommen keine zukunftsfähige Infrastruktur, sondern ein kostspieliges Erbe aus einer längst vergangenen Zeit der Spitalplanung.
Die GLP BL fordert eine konsequente Abkehr von der kantonalen Kirchturmpolitik und dem grassierenden Baselbiet First Ansatz. Eine echte Gesundheitsregion Basel kann nur funktionieren, wenn die Spitalstandorte nach medizinischem Bedarf sowie Behandlungsqualität geplant werden und nicht nach dem Grenzverlauf auf der Landkarte.
Eine sinnvolle Spitalplanung findet für die Grünliberalen in Planungsregionen statt. Dies umfasst die gesamte Region nördlich des Jurabogens und beinhaltet das Schwarzbubenland (SO), das Fricktal (AG) sowie insbesondere Basel-Stadt. Im Zuge dessen wäre es für die Grünliberalen denkbar, entweder nur noch ein grosses Spital für die gesamte Region zu betreiben oder ein universitäres Zentrum plus ein starkes Regionalspital vorzusehen. Letzteres könnte nach Ansicht der Grünliberalen auch in Liestal angesiedelt sein.
Für weitere Informationen: